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SPORT FÜR BERLIN
gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft des Landessportbundes Berlin e.V.

Die Arena des Sportjugendclub ARENA ist breit gefächert

Nicht nur für mehr als 500 Kinder und Jugendlichen, die wöchentlich den Sportjugendclub Arena in der Berliner Wuhlheide besuchen, war die nachfolgende Nachricht, die am 29. Juni 2007 in der Berliner Zeitung erschien, ein Schock.
„Erneut ist in der Wuhlheide gezündelt worden. Nachdem dort jüngst Wagen und Loks der Parkeisenbahn durch Feuer zerstört wurden, brannte jetzt die Werkstatt des Sportjugendclubs Arena nieder. Laut Projektleiter Dieter Melchior hat die Polizei mehrere leere Kanister gefunden. Werkzeuge und Sportgeräte seien verbrannt. Der Schaden belaufe sich auf gut 50 000 Euro.“
Sehr schnell aber wandelte sich die Wut und Empörung bei den Betroffenen in die Reaktion: Nun erst recht! Die Solidarität, die dem Klub vom Bezirksamt über verschiedene Firma bis hin zu Privatpersonen entgegengebracht wurde, war riesig. Handwerksbetriebe unterstützten mit Werkzeug, das Natur- und Grünflächenamt des Bezirkes stellte Geräte zur Verfügung, eine Oma aus Friedrichshagen spendete eine Werkbank. Verantwortliche des Bezirksamtes Treptow/Köpenick suchten nach Möglichkeiten, dass der entstandene Schaden so schnell wie möglich behoben werden kann. „Natürlich war die Brandstiftung für unsere Arbeit ein großer Rückschlag“, erklärte Projektleiter Dieter Melchior bei unserm Besuch, „die Energie unserer Mitarbeiter und Besucher musste umgeleitet werden. Doch die uns von vielen Seiten entgegengebrachte Unterstützung hat nachdrücklich gezeigt, wie fest der Sportjugendclub Arena im Alltag unseres Bezirkes integriert ist.“
Es ist tatsächlich keine Übertreibung festzustellen, dass der Klub mit seinen vielfältigen Angeboten den Nerv vielen Kinder und Jugendlichen trifft. Die mit dem Namen ARENA (A = Action, RE = Reden und NA = Natur) versprochenen Aktivitäten stehen nicht nur auf dem Papier. Die Palette der Angebote reicht von Sport, Spiel und Bewegung über
soziokulturelle Arbeit bis hin zu Projekten und Veranstaltungen.
Apropos Veranstaltungen – zwei Beachvolleyballplätze existieren auf dem Arena- Gelände. Der Berliner Tagesspiegel veranstaltete dort am 14. Juli eine Beach-Gala mit 50 Mannschaften. Auch die Beachvolleyball- Europameister Sarah Gollar und Laura Ludwig gaben in der Wuhlheide ihre Visitenkarte ab. Volleyball aber ist bei weitem nicht der einzige Sport, den man im Sportjugendlcub betreiben kann. Skateboard, Inlineskating, Billard, Tischtennis, Freeclimbing, Beachsoccer, Streetdance, Aerobic, Radsport, Surfen, Wasserfahrsport, die Palette ist wahrlich groß. Nach getaner Arbeit, sprich sportlicher Betätigung, bietet Arena Möglichkeit der Geselligkeit, Grillfeste beispielsweise, aber auch Sport- und Jugenddiscos. Mädchen und junge Frauen, aber auch Angehörige des „starken“ Geschlechts können sich im Kochen und Backen fortbilden, sammeln Erfahrungen beim Einkaufen, Zubereiten und anschließendem Essen.
Höhepunkt und Abschluss dieser Aktion ist ein Candle light Dinner. Das Cross-over-Projekt XXL, ausgezeichnet mit dem Gütesiegel „Sport pro Gesundheit“, interveniert gegen Übergewicht und ist Mitglied in der „Plattform für Ernährung und Bewegung". Großen Wert legen Dieter Melchior und seine insgesamt neun Mitarbeiter auf den sorgsamen Umgang mit der Natur. Im Hofgarten entstanden unter tatkräftiger Mithilfe von Jugendlichen die Öko-Projekte Insektenhotel, Kräuterschecke und Jurte. Für das Jahr 2008 ist die Einrichtung eines Barfuß-Wanderpfades vorgesehen. Auf Sand, Gras, Kies, Kastanien, Beton, Asphalt können Interessierte auf diesem den direkten Kontakt mit der Natur suchen und finden.
Seit 15 Jahren existiert der Sportjugendclub ARENA. Klubleiter Dieter Melchior, mit Recht auf das Erreichte stolz, vergisst nicht daraufhin zu weisen, dass diese Erfolge ohne die kontinuierliche Zusammenarbeit
mit der BQG Sport für Berlin kaum möglich gewesen wären. Weit mehr als 50 (ABM, LKZ, SAM, MAE) Mitarbeiter wurden von der BQG in dieser Zeit an den Sportjugendclub vermittelt. Im August 2007 waren sieben MAE-Mitarbeiter im Sportjugendclub beschäftigt.
Peter Herrmann

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